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Steueränderungen 2011:
neue Lohnsteuerrichlinien

ab 2011 keine Papier - Steuerkarte mehr: Lohnsteuekarten 2010 behalten für 2011 ihre Gültigkeit (bis zur Einführung von Elster II).
Ab 2012 Abruf der Lohnsteuerdaten über zentrale Datenbank beim Bundesamt für Steuern (Arbeitgeber)
Das Verfahren ELStAM soll allgemein angewandt werden. ( L ohn St euer A bzugs M erkmale)

Einkommenstteuererklärung: muss 2011 nicht abgegeben werden (digitale Übertragung der Daten der Lohnsteuerkarte) >> sollte aber natürlich gemacht werden wenn Rückerstattung ansteht
bis 30.11.2010 noch Freibeträge eintragen lassen ( Kindrbetreuung, außergewöhnl. Belastung etc.)
bis 31.12.2010 noch möglich Steuererklärung 2006 abzugeben

Lohnsteuer-Änderungsrichtlinien 2011 (LStÄR 2011)
Ermittlung des privaten Nutzungswertes für den Arbeitnehmer beim Firmenwagen durch die Fahrtenbuch-Methode durch die Neufassung der R 8.1 Abs. 9 Nr. 2 Sätze 8 ff. LStR.
Mahlzeiten auf Dienstreisen durch den Arbeitnehmer mit weiteren Erleichterungen in R 8.2 Abs. 8 Nr. 2 LStR in Hinsicht auf den vollen und ermäßigten Umsatzsteuertarif.
Berufliche Fort- und Weiterbildungsleistungen im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers darf auch der Arbeitnehmer bezahlen und sich anschließend vom Arbeitgeber erstatten lassen (R 19.7 Abs. 1 Satz 4 LStR).
Neuregelung des steuerfreien Zuschusses für die Betreuung nicht schulpflichtiger Kinder (R 3.33 Abs. 5 LStR).
Anweisungen zur doppelten Haushaltsführung in R 9.11, wodurch die BFH-Rechtsprechung zu den Wegverlegungsfällen umgesetzt wird.
Die Anweisungen zur Vermögensbeteiligung wurden komplett gestrichen, da seit 2009 § 3 Nr. 39 EStG gilt.

Sparpaket der Bundesregierung
Einschnitte bei Hartz IV Empfängern: bei der Rentenversicherung, Wegfall des Elterngeldes, Wegfall der Heizkostenzuschusses
und Einschnitte bei Wohngeldempfängern

Zusammensetzung des neuen Regelsatze ab 2011

Haushaltsbegleitgesetz 2011
(20 Milloinen Euro will die Bundesregierung einsparen mit:
Flugverkehrsteuer (die dann wohl auf den Fluggast abgewälzt wird),
Tapaksteuererhöhung
und eben die Einschnitte bei den Hartz IV Empfängern

Aufbewahrungsfristen auch für Privatpersonen
Ab 2011 gibt es nun auch Aufbewahrungspflichten. Das heißt: Alle Einnahmebelege müssen aufbewahrt und bei Prüfungen vorgelegt werden. Übersteigt der Einnahmebetrag eine bestimmte Grenze sind Steuern fällig.
Das heißt auch, dass die Einnahmen künftig auch belegt werden müssen. Überweist die Oma beispielsweise einen höheren Betrag aus einem ausgezahlten Fon an das Enkelkind darf sie nicht vergessen ihre Idendifikationsnummer anzugeben. (Der Kontoauszug ist in diesem Fall der Beleg) Fehlt die Idendifikationsnummer wird gar keine Freigrenze berücksichtigt, sondern komplett besteuert.

Die Meldepflichten von Banken bei Wertpapiergeschäften werden zum 1. Januar 2011 erweitert. Die Übermittlung der Daten erfolgt an Hand der Steuer-Identifikationsnummer. Auf den Freistellungsauftrag ist diese Steuer-ID künftig anzugeben. Andernfalls erfolgt keine Steuerfreiheit im Rahmen des Sparer - pauschbetrages.
Fazit: Auf die Banken "rennen" und die Freistellungsaufträge aktualisieren lassen!! Sonst wirs es teuer!

Gesundheitsreform
Beitragserhöhungen: Zum 1. Januar 2011 steigen die Beiträge zur Krankenversicherung um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Die Arbeitnehmer zahlen 8,2 Prozent, der Arbeitgeberanteil beträgt 7,3 Prozent.
Zusatzbeiträge: Die Krankenkassen können einkommensunabhängige Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe erheben.
Sozialausgleich: Es wird ein Sozialausgleich eingeführt. Übersteigen die Zahlungen des Versicherten den zu Jahresbeginn bekannten durchschnittlichen Zusatzbeitrag um mehr als zwei Prozent seines Bruttolohns, bekommt er die Differenz erstattet.
Privatversicherte: Der Wechsel aus einer gesetzlichen Krankenkasse in eine private Versicherung wird erleichtert. Statt bisher drei Jahre muss der Versicherte nur noch ein Jahr lang ein Einkommen über der Pflichtversicherungsgrenze von monatlich 4.162,50 Euro (2010) oder 4.125 Euro (2011) nachweisen.

Sozialversicherungswerte zum 1.1.2011N
neue Rechengrößen für die Sozialversicherung

Krankenversicherung
- Beitragsbemessungsgrenze 2011 = 44.550 Euro
- Versicherungspflichtgrenze 2011 = 49.500 Euro

Rentenversicherung
- Beitragsbemessungsgrenze 2011 - West: 66.000 EUR,
- Beitragsbemessungsgrenze 2011 - Ost: 57.600 EUR,
- Beitragsbemessungsgrenze 2011 Knappschaft - West: 79.800 EUR
- Beitragsbemessungsgrenze 2011 Knappschaft - Ost: 67.2000 EUR.

Neufassung der Hundeverordnung in Thüringen
Künftig sollen auch einige als gefährlich eingestufte Hunderassen behördlicher Erlaubnis unterliegen.
Dabei listet der Entwurf der Landesregierung die einzelnen Hunderassen auf, die als gefährlich gelten (Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, sowie deren Kreuzungen untereinander und Kreuzungen mit anderen Hunden. ).
CDU-Minister Peter Huber benutzt bei der Unterteilung der Rassen die Kategorie "großer Hund", d.h. 40 Zentimeter und ein Gewicht ab 20 Kilogramm.
Neuerwerber müssen einen Hundeführerschein ablegen.
Hundebesitzer müssen den Vierbeiner anmelden.
Hund soll einen Chip tragen.
Alles weitere soll eine Verordnung des Innenministers regeln.
Wenn der Hund als gefährlich im Sinne der "Gefahrenhundeverordnung" einzustufen ist:
Verbot des Handelns mit gefährlichen Hunden.
Außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks soll in Zukunft eine Person maximal einen gefährlichen Hund an der Leine führen dürfen.
Der Hundeführer muss mindestens 18 Jahre alt sein, die nötige Zuverlässigkeit besitzen und körperlich in der Lage sein, den Hund zu führen. (Ausnahme 16jährige mit Jagdschein)
Halter muss eine Sachkundeprüfung bestehen
Halter müssen ein Warnschild am Zaun oder an der Wohnungstür anbringen
Einführung der Kennzeichnungspflicht (Chip oder Tätowierung)

Führerschein
Ab 1. Januar 2011 kann der Führerschein bereits mit 17 Jahren erworben werden. Bereits mit 16,5 Jahren darf die Fahrschule besucht werden.
Das sogenannte begleitete Fahren soll dann möglich sein. Ans Steuer dürfen sich 17-jährige also nur in Begleitung eines Erwachsenen setzen. Der Begleiter muss selbst mindestens 30 Jahre alt sein, Inhaber eines Führerscheins sein und in der Verkehrssünderdatei nicht mehr als drei Punkte aufweisen.

Winterreifen Pflicht ab 29.11.2010
Wer im Winter mit Sommerreifen unterwegs ist, muss künftig mit 40 Euro Bußgeld rechnen, statt der bisherigen 20 Euro. Bei Behinderung des Straßenverkehrs durch falsche Bereifung anderer Verkehrsteilnehmer sollen sogar 80 Euro sowie einen Punkt in Flensburg fällig werden, (vorher40 Euro). Wer sein Fahrzeug bei Schnee und Eis mit Sommerreifen nur parkt, wird nicht bestraft. Eine Neuregelung dafür wird es in der StVO geben. Am 26.11.2010 wird der Bundestag das Gesetz entgültig verabschieden und schon am Montag den 29.11.2010 soll es in Kraft treten. Problem: weiterhin keine klaren Regelungen, was genau ein Winterreifen ist - die Verordnung von Verkehrsminister Peter Ramsauer schreibt lediglich vor, dass eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern gegeben sein muss. Vom ADAC werden aber mindestens 4,0 Millimeter empfohlen. (besserer Halt auf verscheiten Straßen)
Vorsicht bei Mietwagen! Bei Mitwagenfirmen sind Winterreifen nicht unbedingt üblich. erkundigen, ob das Fahrzeug mit den richtigen Reifen ausgerüstet ist.